Bei der Fährtenarbeit im Hundesport wird von einem Fährtenleger eine Spur (meistens Wiese oder Acker), die sogenannte Fährte, gelegt. Dabei legt der Fährtenleger Gegenstände (aus Holz, Kunststoff, Leder etc.) auf die Fährte, die der Hund beim absuchen der Fährte zu verweisen hat. Der Hundeführer folgt dem Hund beim Fährten mit 10 Metern Abstand. Eine Fährte im Hundesport besteht aus mehreren geradlinigen Abschnitten, den Schenkeln, sowie verschiedenen Winkeln (Spitzwinkel etc.). Zur Ausbildung im SchH/VPG Bereich gehört es dazu, dass der Hund eine Fährte lesen und verfolgen kann. Diese Fähigkeit wird je nach Leistungsstufe unterschiedlich geprüft. Die Ausbildung des Hundes sollte möglichst breit angelegt sein, in unterschiedlichen Geländen (Wiese, Acker...) mit verschiedenen Erdöberflächen. Besonders zum Anfang der Ausbildung sollten diese Flächen nicht allzu oft betreten worden sein, auch Wiesen mit hohem Gras sollten gemieden werden. Wichtig bei der Fährtenarbeit im Hundesport ist, dass der Hund sich mit der Nase orientiert und nicht mit den Augen.

 

Folgendes Suchverhalten ist bei Sporthunden gewünscht:

 

- selbständiges Suchen ohne Einwirkung des Hundeführers durch z.B. Leinenkorrekturen.

- sofortige Reaktion am Gegenstand (verweisen).

- intensives und ruhiges Aufnehmen der Witterung am Ansatz mit tiefer Nase.

- die Fährte sollte vom Hund im gleichen Tempo mit tiefer Nase ausgearbeitet werden.

- sichere Ausarbeitung der Winkel

 

Prüfungen in der Fährtenarbeit:

 

- die Fährtenarbeit in der Abteilung "A" der Prüfungen SchH 1-3/VPG 1-3

- die Fährtenarbeit in der Abteilung "A" der Internationalen Gebrauchshundeprüfung (FCI) IPO 1-3

- die Fährtenprüfung in den Ausbildungsstufen 1-3 (FPR 1-3)

- die Fährtenprüfungen FH1 und FH2 (FH = Fährtenhund)

- die Fährtenprüfung nach der FCI-Prüfungsordnung (IPO-FH)

Video-Quelle: http://www.hagenmuehle.leistungshunde.de

(Youtube Channel: SylviaHagenmuehle)